Straße mit zertrümmerten Gebäuden.
Straße in Verdun 1916

Heute vor 105 Jahren begann die Schlacht um Verdun.

21.02.2021 | Sie begann in den frühen Morgenstunden mit einem stundenlangen Trommelfeuer, mit einem Bombardement der Stadt Verdun. Dann folgte ein Sturmlauf. Die Geländegewinne der deutschen Armee waren eher gering, die Zahl der Opfer auf beiden Seiten sehr hoch. Insgesamt starben rund um Verdun etwa 1 Million Soldaten.

Der neue General Falkenhayn hatte sich beim Kaiser persönlich die Zustimmung zu seiner Taktik, der «Blutpumpe» geholt. Frankreich sollte in Verdun «verbluten».

Schließlich setzten die Deutschen Giftgas ein. Der militärische Vorteil war minimal, die Auswirkungen auf die Soldaten waren furchtbar. Hunderttausende Soldaten erstickten oder erblindeten.

Immer wollen die Militärs und die von ihnen ausgehaltenen Politiker uns weißmachen: «Das ist jetzt DIE Waffe, mit der wir den entscheidenden Vorteil erringen». Giftgas damals, bewaffnete Drohnen, Atombomben, Waffensysteme im Weltraum, «Raketenabwehrschirm» usw. heute.

Immer neue, immer schrecklichere Waffen, ein immer mehr wachsender Anteil der Staatsausgaben für Rüstung.

«Sicherheitspolitik» nennen die Befürworter beschönigend diese Politik. Sie bringt uns das Gegenteil: Mehr Unsicherheit, Flucht von Millionen Menschen aus den Kriegsgebieten.

Ein geringer Anteil der Rüstungsausgaben wäre ausreichend, die Hauptprobleme der Menschheit zu lösen: Hunger, Armut, mangelnde Gesundheitsversorgung, soziale Unsicherheit, Klimawandel.

Warum lernen wir nicht aus der Vergangenheit?

Fragt das die Politiker, die gerade wieder Kandidaten aufstellen für die Bundestagswahl im September:

  • Wie stehen sie zur Aufrüstung?
  • Wollen sie Frieden und soziale Sicherheit oder Aufrüstung und Krieg?

«You get what you pay for».

Das gibt an diesem Tag zu bedenken

Konni Schmidt,
Träger des Roland-Vogt-Friedenspreises der Stopp-Air-Base-Ramstein-Kampagne.

 Foto: Wikimedia. Gemeinfrei


 

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